Urteil des Landgerichts Berlin vom 14. August 2024 zugunsten des Mandanten – nicht rechtskräftig
Hinweis: Das in diesem Beitrag beschriebene Urteil des Landgerichts Berlin vom 14.08.2024 ist nicht rechtskräftig. Ein Rechtsmittel kann noch eingelegt werden. Das Ergebnis ist daher als vorläufig zu verstehen. SALEO Rechtsanwälte informiert über den weiteren Verfahrensgang.
Das Landgericht Berlin hat mit Urteil vom 14. August 2024 die DKB dazu verpflichtet, einem Mandanten von SALEO Rechtsanwälte einen durch Online-Banking-Betrug entstandenen Schaden in Höhe von 45.000 Euro taggleich zurückzubuchen. Hinzu kommen Zinsen in Höhe von rund weiteren 5.000 Euro. Das Gericht folgte in seiner Entscheidung vollumfänglich der Argumentation von SALEO Rechtsanwälte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Sachverhalt: Online-Banking-Betrug mit hohem Schaden
Dem Mandanten wurde durch einen Online-Banking-Betrug ein erheblicher Schaden von 45.000 Euro zugefügt. Täter hatten nicht autorisierte Überweisungen aus dem Konto des Mandanten ausgelöst. Die DKB verweigerte die Erstattung und berief sich auf ein angeblich grob fahrlässiges Verhalten des Kontoinhabers.
SALEO Rechtsanwälte erhob nach gescheiterten außergerichtlichen Bemühungen Klage vor dem Landgericht Berlin. Das Gericht ist für Verfahren gegen die DKB zuständig und hat in diesem Bereich bereits mehrfach zugunsten geschädigter Bankunden entschieden.
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Die rechtliche Beurteilung durch das Gericht
Das LG Berlin stellte fest, dass die streitgegenständlichen Überweisungen nicht durch den Mandanten autorisiert worden waren. Die von der DKB erhobene Behauptung einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung sah das Gericht als nicht ausreichend substantiiert an.
Die Bank ist nach § 675w BGB verpflichtet, die ordnungsgemäße Autorisierung einer Zahlung zu beweisen. Gelingt ihr dies nicht – oder kann sie eine grobe Fahrlässigkeit des Kunden nicht konkret darlegen – hat der Geschädigte Anspruch auf vollständige Erstattung. Pauschale Hinweise auf technische Authentifizierungsverfahren ersetzen diesen Beweis nicht.
Das Landgericht Berlin verurteilte die DKB zur taggleichen Wiedergutschrift von 45.000 Euro sowie zur Zahlung von Zinsen in Höhe von rund weiteren 5.000 Euro.
Bedeutung des Urteils für weitere Geschädigte
Dieses Verfahren belegt, dass auch bei Schadenssummen weit jenseits der 10.000-Euro-Grenze eine vollständige Durchsetzung der Erstattungsansprüche gegenüber Direktbanken möglich ist. Das LG Berlin gehört zu den Gerichten, die die gesetzliche Beweislastverteilung bei unautorisierten Zahlungsvorgängen konsequent anwenden.
SALEO Rechtsanwälte hat nach Informationen von finanztip.de in diesem Bereich mehr erfolgreiche Urteile erstritten als jede andere Kanzlei in Deutschland. Die gewachsene Erfahrung aus diesen Verfahren ermöglicht eine präzise strategische Einschätzung – auch bei komplexen Sachverhalten mit hohen Streitwerten.
Stand: Das Urteil des LG Berlin vom 14.08.2024 ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht rechtskräftig. SALEO Rechtsanwälte hält Sie über den weiteren Verfahrensgang auf dem Laufenden.
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