Long COVID kann zu massiven gesundheitlichen Einschränkungen führen – oft mit der Folge, dass Betroffene ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Viele Versicherungsnehmer stoßen dann auf Widerstand, wenn sie ihre Berufsunfähigkeitsrente geltend machen möchten.
Dieser Beitrag richtet sich an Menschen, für die gerade vieles zu viel ist. Er zeigt Ihnen verständlich, wann Long COVID eine Berufsunfähigkeit begründen kann, welche Ansprüche Sie gegenüber Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung haben und – vor allem – wie Sie Ihre Rechte nicht allein, sondern mit professioneller Unterstützung erfolgreich durchsetzen können. Wenn Sie merken, dass Ihre Kräfte schwinden und der Versicherer Sie zusätzlich belastet, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich an eine erfahrene Fachanwältin für Versicherungsrecht zu wenden.
Inhalt
- Was bedeutet Long COVID – und wann liegt Berufsunfähigkeit vor?
- Ist Long COVID eine anerkannte Ursache für Berufsunfähigkeit?
- Berufsunfähigkeitsrente oder Erwerbsminderungsrente bei Long COVID?
- Wie lange muss man krank sein, um als berufsunfähig zu gelten?
- Wer entscheidet über die Anerkennung der Berufsunfähigkeit?
- Long COVID und Berufsunfähigkeit: Unterstützung durch erfahrene Rechtsanwältin
Was bedeutet Long COVID – und wann liegt Berufsunfähigkeit vor?
Als Long COVID bezeichnet man anhaltende Beschwerden, die Wochen oder Monate nach einer Corona-Infektion bestehen bleiben. Zu den typischen Symptomen zählen:
- chronische Erschöpfung (Fatigue-Syndrom)
- Konzentrations- und Gedächtnisprobleme (sog. Brain Fog)
- Atemnot, Herz-Kreislauf-Beschwerden
- Muskelschwäche und Gelenkschmerzen
- psychische Belastungen wie Angststörungen oder Depressionen
Von Berufsunfähigkeit spricht man, wenn Betroffene ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit voraussichtlich dauerhaft oder für längere Zeit zu mindestens 50 % nicht mehr ausführen können. Der genaue Grad ergibt sich aus den jeweiligen Versicherungsbedingungen. In den meisten Versicherungsbedingungen ist geregelt, dass bereits eine ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit von sechs Monaten die Vermutung einer Berufsunfähigkeit begründet.
Ist Long COVID eine anerkannte Ursache für Berufsunfähigkeit?
Auch wenn Long COVID-Symptome oft schwer objektiv messbar sind, können sie eine Berufsunfähigkeit begründen.
Besonders neurologische und psychische Folgen wie Konzentrationsstörungen, Fatigue oder Belastungsstörungen wirken sich stark auf die Arbeitsfähigkeit aus.
Medizinische Studien belegen, dass Long COVID dauerhafte gesundheitliche Schäden verursachen kann. Wer aufgrund dieser Symptome nicht mehr arbeiten kann, hat Anspruch auf Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung.
Berufsunfähigkeitsrente oder Erwerbsminderungsrente bei Long COVID?
Leiden Sie unter Long COVID und können dauerhaft nicht mehr ihre letzte berufliche Tätigkeit ausüben, sollten Sie ärztliche Befunde sammeln und den Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente einreichen.
Auch wenn keine Laborwerte oder bildgebenden Nachweise vorliegen, reicht eine detaillierte Beschreibung Ihrer Beschwerden durch Arztberichte und eigene Schilderungen aus.
Auch wenn Ihre Beschwerden sich nicht in klaren Zahlen oder Laborwerten ausdrücken lassen, bedeutet das nicht, dass sie rechtlich unbeachtlich sind. Die Versicherung darf Ihren Antrag nicht pauschal ablehnen – maßgeblich ist, ob Sie Ihren letzten Beruf aufgrund der Beschwerden nicht mehr ausüben können.
Wie lange muss man krank sein, um als berufsunfähig zu gelten?
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Arbeitsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit:
- Arbeitsunfähigkeit: vorübergehende Erkrankung mit Aussicht auf Genesung.
- Berufsunfähigkeit: längerfristige oder dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit trotz Behandlung.
Wenn Ihr Arzt eine Erwerbsminderungsrente empfiehlt, kann der parallele Antrag bei der privaten BU-Versicherung sinnvoll sein.
Tipp: Prüfen Sie Ihre Versicherungsbedingungen genau – einige Anbieter verlangen, dass der Antrag innerhalb eine vereinbarten Frist (z.B drei Monaten) nach Eintritt der Berufsunfähigkeit gestellt wird.
Wer entscheidet über die Anerkennung der Berufsunfähigkeit?
Ob Berufsunfähigkeit tatsächlich vorliegt, entscheidet die Versicherung anhand der eingereichten Unterlagen:
- Versicherungsnehmer stellt den Antrag und beschreibt seine berufliche Tätigkeit.
- Ärzte bestätigen die gesundheitlichen Einschränkungen und Diagnose.
- Die Versicherung prüft auf Grundlage der Vertragsbedingungen, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.
Wird der Antrag abgelehnt, sollten Sie unbedingt eine auf Versicherungsrecht spezialisierte Anwaltskanzlei beauftragen, um die Entscheidung prüfen zu lassen.
Long COVID und Berufsunfähigkeit: Unterstützung durch erfahrene Rechtsanwältin
Gerade wenn die Kraft fehlt, sollte man nicht auch noch gegen den eigenen Versicherer kämpfen müssen.
Seit 2019 vertrete ich als spezialisierte Rechtsanwältin Mandantinnen und Mandanten im Berufsunfähigkeitsrecht – von der sorgfältigen Antragstellung bis zur konsequenten Durchsetzung berechtigter Ansprüche, auch bei Verzögerungen oder Ablehnungen.
Mein Ziel: Ihnen den rechtlichen Druck abzunehmen, damit Sie sich auf das konzentrieren können, was jetzt wirklich wichtig ist – Ihre Gesundheit.
Ihr Vorteil:
- Persönliche Begleitung im gesamten Verfahren
- Kostenfreie und unverbindliche Ersteinschätzung
- Kostenlose Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung